Lübeck-Blog: Das Weblog von Lübeckern für Lübecker

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Sa
20
Aug '11

Küchenhaus Lübeck begeht bundesweiten 
„Tag der Küche“

Zum zwölften Male wird am Samstag, 10. September 2011, der “Tag der Küche” deutschlandweit stattfinden. Rund 2.000 Küchenfachhändler beteiligen sich in diesem Jahr an der großen Küchenshow.  Auch das neu eröffnete Küchenhaus Lübeck zeigt seine schönsten und innovativsten Küchen. Mit einem bunten Programm aus Produktvorführungen, Aktionen für Groß und Klein, Showkochen in der Kochschule und Gewinnspiel lädt das Küchenstudio ein. Im Mittelpunkt steht die individuelle Beratung bei neuen Küchenplanungen, aber auch die Aufwertung älterer Kücheneinrichtungen.

Tag der Küche 2011

Am “Tag der Küche” erwartet die Besucher viel Aufklärung in Sachen Energieverbrauch aber auch die Gelegenheit, sich die innovativen Trends in der Küchengestaltung anzusehen. Die AMK, die den “Tag der Küche” ins Leben gerufen hat, ist ein Zusammenschluss von namhaften Küchenmöbel-, Elektrogeräte- und Fachsortimentherstellern und ihrem angeschlossenen Küchenfachhandel.

Über Küchenhaus Lübeck
Küchenhaus Lübeck versteht sich als zentrales Küchenhaus mit dem Blick für individuelle Bedürfnisse und einer Full-Service-Beratung. Von exklusiv, traditionell bis klassisch, modern werden im Küchenhaus Lübeck auf 400qm Ausstellungsküchen unter einem Dach präsentiert. Getreu dem Küchenhaus Lübeck Konzept runden kulinarische Veranstaltungen und Kochkurse der sowie Aktionen das Shopping-Erlebnis beim Küchenkauf ab.
www.kuechenhaus-luebeck.de 


Mo
30
Mai '11

Ein neues Küchenhaus für Lübeck entsteht

P R E S S E M I T T E I L U N G

Hier wird gebaut!
Ein neues Küchenhaus für Lübeck entsteht

Die Umbauarbeiten zu Lübecks neuem Küchenhaus haben begonnen. Die offizielle Schlüsselübergabe für die neue Anlaufstelle beim Küchenkauf in St. Jürgen ist erfolgt. Das Industrieobjekt in der Osterweide erhält nun nach mehr als vier Jahren Leerstand Aussen -wie auch Innen- einen modernen Look. In weniger als 90 Tagen beheimatet das Gebäude eine ausgesuchte Küchenausstellung sowie eine Kochschule.

Eröffnung im Sommer 2011 geplant
Das Küchenhaus Lübeck in der Osterweide hat mehr als 400qm Verkaufsfläche. Mit der Eröffnung des Küchenhauses entsteht für die Region Lübeck, Lauenburg und auch angrenzende Regionen wie der Kreis Stormarn ein Zentrum für Küchenkultur. Mit namhaften Herstellern will das Unternehmen Kunden mit dem Blick für das gewisse Etwas ansprechen, aber auch individuelle Wünsche realisieren.

Individuelle Küchen – nicht nur für Lübeck und Ratzeburg
„Wir verstehen uns als sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots“, erklärt Geschäftsführer Dirk Jahnholz. „Jetzt arbeiten regionale Handwerksbetriebe auf vollen Hochtouren – hinter den Kulissen ist die Eröffnungswoche im August bereits in Planung.“

Über Küchenhaus Lübeck
Küchenhaus Lübeck versteht sich als zentrales Küchenhaus mit dem Blick für individuelle Bedürfnisse und einer Full-Service-Beratung. Als zentraler Ansprechpartner bei der Küchenplanung arbeitet das Küchenhaus mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen. Von exklusiv, traditionell bis klassisch, modern werden im Küchenhaus Lübeck auf über 400qm Ausstellungsküchen unter einem Dach präsentiert. Getreu dem Küchenhaus Lübeck Konzept runden kulinarische Veranstaltungen, Kochkurse und Aktionen das Shopping-Erlebnis beim Küchenkauf ab. Weitere  Informationen unter: www.kuechenhaus-luebeck.de

Pressekontakt:
Küchenhaus Lübeck GmbH & Co. KG
Dirk Jahnholz
Geschäftsführer
Osterweide 2
23562 Lübeck
Telefon: +49 451 61 91 48 83
Fax: +49 451 61 91 48 84
info@kuechenhaus-luebeck.de
www.kuechenhaus-luebeck.de

PR-Agentur
morgenstern communications
Anja Morgenstern
Am Schellbruch 40
23568 Lübeck
Telefon: +49 451 480 593 01
Fax: +49 451 480 593 02
info@morgenstern-communications.de
www.morgenstern-communications.de

Mi
28
Mrz '07

Pflegeheim Haus Nazareth – da ist was los

Seit 2001 knistert es zwischen den Betreibern des Pflegeheims Haus Nazareth und seinen 150 Lohnabhängigen. Erst jetzt aber gehen diese mit ihrer Forderung nach tariflichen Löhnen, die von ver.di unterstützt wird, an die Öffentlichkeit.
Das Unternehmen gibt sich empört.
Die Löhne will es ausschließlich innerbetrieblich regeln, und die Feststellung von ver.di, die Unternehmensleitung setze die Lohnabhängigen unter Druck, hält diese für eine ungebührliche Einmischung.

Ob man da vielleicht mal prüfen sollte, ob diese Art von Unternehmensleitung den Straftatbestand der Sittenwidrigkeit erfüllt?

Aktion Sauberes Lübeck

Das kann man öfter mal machen: Ende letzter Woche waren nach Informationen der Lübecker Nachrichten 1600 Freiwillige unterwegs (Männer, Frauen, Jugendliche und vor allem Kinder), um Lübeck vom Müll zu befreien. 30 Tonnen Müll sollen sie dabei gesammelt haben. Das halte ich zwar für ein wenig hoch gegriffen, aber die Aktion ist dennoch löblich.

Was hat es mit der Bahn auf sich, die Pendler aus dem Eurocity wirft, was sagt Fetköter dazu, und was sage ich wiederum dazu?

Das ist doch mal eine griffige Überschrift, nicht wahr?
Aber zur Sache: Ein Lars Fetköter schreibt in den Lübecker Nachrichten vom 24. März einen Kommentar, in dem es heißt:

“”Die Bahn war drauf und dran, in die Herzen der Lübecker zu fahren.”

Kann man sich Brutaleres vorstellen?

“Die elektrische Oberleitung nach Hamburg wird verlegt,der Hauptbahnhof wird zum sanierten Schmuckstück, und Lübeck soll sogar ICE-Haltestelle werden. So sah der Fahrplan vor einer Woche aus.
Vor drei Tagen dann das Signal, die DB-Tochter Regionalbahn dürfe die Lübecker Strecken bis 2019 betreiben. Und jetzt, wo die Ausschreibung gewonnen scheint, kehrt der Konzern wieder den alten Staatbetrieb heraus: In Lübeck dürfen Pendler nicht mehr in den Eurocity von Hamburg nach Kopenhagen zusteigen. Vielleicht dürfen sie es auch, da fährt der Bahnsprecher einen Schlingerkurs, aber auf den Schildern steht `Halt nur zum Aussteigen`, zumindest ab 1. April.”

Lars Fetköter hat recht: Das ist offenbar kein Aprilscherz. Und es ist nichts als ein Zeichen für mangelnde Flexibilität sowie für die Kundenferne der Bahn.

Di
27
Mrz '07

Österreicher-Stammtisch in Lübeck

Am vergangenen Freitag trafen sich – und nicht zum letztenmal – im Mövenpick-Hotel Menschen aus Österreich, die in Lübeck oder Umgebung wohnen.
Zum “Österreicher-Stammtisch”.
Na, vielleicht bin ich nächstresmal dabei.
Ich bin zwar kein Österreicher, aber ich höre sie zu gern sprechen.
Und es ist doch wunderbar kurios, daß es so einen Stammtisch gibt.

Obertrave: Hochwasser

Mehrfach gab es in der letzten Woche Hochwasser in und an der Obertrave. Auch für die Wallstraße wurde Hochwasseralarm ausgegeben. Natürlich wurden Halter privater PKW ersucht, diese aus der Gefahrenzone zu entfernen, und das Gebiet wurde abgesperrt.
Grund für den Ausnahmezustand war mal wieder eine steife Brise aus Nordost.

Di
27
Feb '07

HSV Hamburg und VfL Bad Schwartau – was soll das denn nun wieder?

Vor nunmehr einem halben Jahrzehnt wurde die Mannschaft des VfL Bad Schwartau dem Verein unter dubiosen Umständen entwunden und nach Hamburg verfrachtet, um dort zur Auslastung der AOL-Arena beizutragen.
Es war dies eine schwarze Stunde für den Sport in ganz Schleswig-Holstein, Herrschaften.
Und als solche sollten wir das Ganze in Erinnerung behalten.
Was aber nun als Kooperation bezeichnet wird, kommentiert ein Jürgen Rönnau in den Lübecker Nachrichten so:

“Bad Schwartau war immer schon eine Handball-Hochburg. Als sich vor fünf Jahren aber einige Funktionäre mit der Schwartauer Bundesligalizenez nach Hamburg absetzten, da schien die große Handballzeit in Lübeck vorbei zu sein. Allerdings erwies sich der VfL als Überlebenskünstler. Schon klopft man wieder an die Tür zur zweiten Liga. Und der Nachwuchs genießt ohnehin bundesweiten Respekt. Das zahlt sich jetzt aus. Die ´Auswanderer´ besinnen sich ihrer Wurzeln, der HSV und der VfL gehen eine vielversprechende Ehe ein. Davon profitieren vor allem die motivierten Talente, davon profitiert aber auch der Handball-Standort Lübeck.”

Wie aber sagte Erich Kästner:

Nie sollt Ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken.

Sollte man sich tatsächlich mit denen einlassen, von denen man einst so behandelt wurde?
Der VfL hätte auch ohne den HSV eine Chance auf die zweite Liga. Ohne den HSV und nur ohne ihn hätten die Schwartauer aber eben auch mittelfristig die Chance, wieder erstklassig zu werden. Daher wäre der VfL ein starker Konkurrent des HSV um die Gunst des Publikums.
Und ist es etwa absurd zu vermuten, daß eben das durch die Kooperation verhindert werden soll?
Vielleicht hat ja jemand beim HSV tatsächlich so weit gedacht.
Und bei den Schwartauern merkt mal wieder keiner was.
In Bad Schwartau ist Handball klar die Nummer 1. Und man hat mit Lübeck eine Großstadt im Hinergrund, die ebenfalls handballbegeistert ist. Das sind Bdingungen, unter denen die erste Liga an sich eine Selbstverständlichkeit ist.
Das kann nicht bestritten werden. Die anderen beiden großen Städte Schleswig-Holsteins haben ja Erstligisten, und zwar sogar die besten. Dabei sind die Bedingungen in Flensburg schon allein wegen der Einwohnerzahl schwieriger als in Bad Schwartau / Lübeck.

Es ist also einfach falsch, nicht auf seine eigene Kraft zu vertrauen, sondern sich statt dessen in die Obhut derer zu begeben, von denen man bereits bitterlich enttäuscht worden ist.
Das Präsidium des VfL, das sich – warum auch immer – für diesen Pakt entschied, sollte bei der nächsten Vereinsversammlung vor die Tür gesetzt werden.

Integrierte Gesamtschule Schlutup jetzt Willy-Brandt-Schule

In der vergangenen Woche beschloß die Lübecker Bürgerschaft, der Integrierten Gesamtschule Lübeck den Namen Willy-Brandt-Schule zu geben. Es geschah auf Initiative der Schlutuper Schulleitung, und die Entscheidung war einstimmig.
Einstimmig, Damen und Herren!
Auch die ganze CDU-Fraktion stimmte also dafür.
Jene Partei also, deren Mitglieder Brandt noch in den siebziger Jahren wegen dessen Warschauer Kniefall als Verräter beschimpften.
Dieser Kniefall übrigens gehört zum besten in Brandts Karriere. Der wäre, für sich genommen, vielleicht sogar ein Grund, eine Schule nach Brandt zu benennen. Andererseits:
Wo ein Willy ist, ist auch ein Brandt. Der Mann war sowohl geistigem Getränke als auch dem schönen Geschlecht in höherem Maße zugeneigt, als schicklich ist (und als ihm politisch und gesundheitlich zuträglich war).
Und so ein Mensch soll nun ein Vorbild für die Jugend sein?
Wo man doch erst vor einiger Zeit erst in unserem Land die Alkopop-Gefahr geißelte?
Und im AIDS-Zeitalter?

Und dann heißt der Leiter der Schule, der sich über das einstimmige Ergebenis mächtig freut, auch noch Schopenhauer.
Das kann doch alles nicht wahr sein.
Die Welt ist Vorstellung.

Mo
26
Feb '07

Schon mal Babys massiert?

Klingt reichlich pädophil, wa?
Ist aber vermutlich harmlos, oder doch zumindest harmarm.
Also:
Am Montag, 5. März beginnt im Marien-Krnakenhaus ein Kurs über Baby-Massage. Das Ganze ist für Säuglinge ab einem Alter von sechs Jahren geeignet, und nach fünfmal anderthalbstündiger Einweisung sollen die Erziehungsberschtigten in Sachen Baby-Massage fit sein.
Klingt interessant.
Würde glatt teilnehmen.
Mir fehlt nur ein geeignetes Massage-Objekt.

Meinungsforschungsinstitut Forsa stellt Sonntagsfrage für Lübeck

Noch sind es 15 Monate bis zur nächsten Kommunalwahl. Dennoch hat das Meinungsforschungsinstitut FORSA Lübeckern schon mal die Sonntagsfrage gestellt, wie das auf Bundesebene üblich ist.
Die hiesigen Politiker kommentieren das Ergebnis, das übrigens die SPD bei 35 und die CDU bei 43% sieht, gegenüber den LN gewissenhaft und kommen offenbar nicht auf die Idee, die ganze Aktion in Frage zu stellen.

Dann muß ich das eben übernehmen: Für eine solche Umfrage braucht man, wenn sie seriös sein soll, mindestens 2000 Leute, auf Bundesebene zumindest. Natürlich nicht irgendwelche Leute: Repräsentativ muß die Umfrage sein. Männer und Frauen, Junge und Alte, Arme und Reiche müssen angemessen berücksichtigt sein. Ebenso die unterschiedlichen Berufszweige und Regionen. In Lübeck nun gibt es den einen oder anderen Berufszweig nicht, den es auf Bundesebene gibt: Da zum Beispiel Lübeck eine Großstadt ist, gibt es hier wohl kaum Landwirte. Außerdem befindet sich Lübeck ja nur in einer Region, so daß man bei der Zusammenstellung der repräsentativen Gruppe (Stichprobe) auch darauf keine Rücksicht nehmen muß.
Alles andere aber muß berücksichtigt werden, und das bedeutet, daß für die Sonntagsfrage (“Was würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre?”) zwar nicht 2000, aber doch deutlich über 1000 Menschen gebraucht werden.
Die müssen in einem aufwendigen Verfahren ausgewählt werden, sowie, wenn sie zum Antworten bereit sind, befragt werden, und schließlich müssen die Ergebnisse ermittelt und ansehnlich präsentiert werden.
Auf Bundesebene sieht das übrigens so aus: Große Zeitschriften geben die Umfragen in Auftrag und zahlen dafür.
Aber was nun Lübeck betrifft: Wer soll denn da für eine seriöse Umfrage gezahlt haben?
Der Artikel in den LN gibt darüber keinen Aufschluß.
Wenn die Zeitung die Umfrage selbst in Auftrag gegeben hätte, dann hätte sie es doch wohl stolz vermerkt.
Damit das ganz klar ist: Eine seriöse Umfrage kostet viel Geld. Auf Bundesebene kann man sich seriöse Umfragen leisten, auf kommunaler Ebene doch wohl nicht, auch selten nicht.
Es spricht für sehr geringe Kritikfähigkeit der hiesigen Kommunalpolitiker, daß sie so eine Sache nicht in Frage stellen.

Ich werde der Sache natürlich nachgehen.
Bei den LN und bei Forsa.
Und Euch dann natürlich informieren.
Der Verdacht, daß hier mit unzureichenden Mitteln gearbeitet, mit einem Wort: gepfuscht wurde, stellt der LN-Artikel in den Raum, ohne es zu wollen.
Dem ist auf den Grund zu gehen.

St. Jacobi soll schöner werden

Nach der Sanierung der Marienkirche ist nunmehr St. Jacobi dran. Die sogenannte Seefahrerkirche ist in einem beklagenswerten Zustand, und das ist weithin sichtbar.
Es wird übrigens einige Zeit dauern: Bis Mitte März wird man brauchen, um die nötigen Gerüste aufzubauen, dann kann es erst richtig losgehen.
Wenn jetzt jemand meint, Lübeck sei doch hochverschuldet und könne sich derlei nicht leisten, dann ist zu erwidern:
Für die Instandhaltung des kulturellen Erbes muß man schon mal tiefer in die Tasche greifen, denn es geht um die Identität Lübecks.

Lübecker! Nennt man so seine Kinder?

Ein Blick in die hiesigen Familienanzeigen verrät uns, was den Lübeckern heutzutage so einfällt, wenn es darum geht, Kindern Namen zu geben.
Folgendes:

Till-Jerik
Doch, das hat was. Klingt hell, schnell, schlau und hat Stil.
Was gibt es noch zu begutachten?

Mariella Margareta
Warum nicht gleich Margarine dazu als dritten Namen? Habt Ihr auch bedacht, liebe Eltern, daß der Mensch gezwungen ist, gerade in jungen Jahren sehr oft seinen Namen zu nennen? Soll Eurem Töchterchen alsbald ein breites Maul wachsen?

Jannis Christopher
Na, das ist doch schon nicht mehr ganz so schlimm. Aber warum eigentlich immer Doppelnamen? Hat hier die weibliche Namendopplungs-Manie abgefärbt?

Lina Marie
Schon wieder einer. Und diese Lina Marie ist ein Mensch, der namenstechnisch dazu verdammt ist, ewig niedlich zu sein.

Jolina
Na endlich mal ein solitärer Name. Aber erinnert zu sehr an die kuhäugige, vulgärlippige, spinnnenbeinige Angelina Jolie.

Und zum guten Schluß ist

Johanna
zu nennen. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Namen, liebe Lübeckerinnen und Lübecker, können das Leben erlkeichtern, können aber auch eine schwere Hypothek sein. Gebt Euch also mal ein wenig mehr Mühe, und macht nicht jede Namensmode mit!

Sa
24
Feb '07

Invasion der Fischotter

In letzter Zeit sind einem Bericht der Lübecker Nachrichten zufolge in Lübeck und Umgebung mehrere Fischotter überfahren worden. Das ist zwar außerordentlich traurig, aber dahinter steht ja eine gute Nachricht:
Das ist die, daß der Eurasische Fischotter, von dem lange Zeit wohl zurecht annahm, er sei in unserer Gegend ausgestorben, wieder hier lebt.
Das ist höchst erfreulich, zumal es keine knuffigere Gestalt gibt als eben diesen Fischotter:
Langgezogen und kurzbeinig wie alle Marder, breit in der hinteren Körperhälfte, lustige Schnauze mit wilhelminisch wirkendem Bart, Stubsnäschen, wache kleine Augen und ein Gesichtsausdruck, der ebenso rigoros wie verspielt wirkt.
Und unendlch verspielt sind die Fischotter zu Wasser und zu Lande tatsächlich. Das heißt: Sie pfeifen bei jeder Gelegenheit auf die sogenannte oder auch Zweckhaftigket des Daseins.
Das beweist ihren hohen psychischen Entwicklungsgrad.
Kurz: Fischotter sind Wesen, denen man mit größtem Respekt begegnen sollte und deren Auftauchen bei uns über die Maßen erfreulich ist.

B 207 wird im Dezember eröffnet

Dann kommt man auf nächstem Wege vom Hochschulstadtteil zur A 20. Für viele zweifellos eine erhebliche Erleichterung.

Geschäfte an vier Sonntagen im Jahr geöffnet

Darauf hat man sich in Lübeck in diesem Monat geeinigt. Und alle sind zufrieden, vom Bürgermeister bis zu den Gewerkschaften.
Bloß ich nicht.
Gut, sollen sie es probieren, aber sie werden sehen, daß keine Mensch so etwas braucht, und daß das Interesse der Leute entsprechend gering sein wird.

Di
23
Jan '07

Weihnachtsfeindlichkeit beendet

Wegen Lübeck, und nur wegen Lübeck, dieser meiner geliebten Heimatstadt, habe ich meine Weihnachtsfeindlichkeit aufgegeben.
Ich bin kein Christ und halte das ganze Weihnachtsfest für Kokolores und Gefühlsterror.
Als ich als mal wieder bei Gelegenheit gegenüber Freunden davon zu sprechen anfing, erwiderte einer von ihnen ungefähr folgendes:

“Du bist doch ein großer Lübeck-Fan. Eben deshalb schreibst Du ja auch in diesem Blog.
Was wäre aber Lübeck ohne Niederegger?
Und was wäre Niedegger ohne das Weihnachtsfest?
Immer wenn einem kein Geschenk einfällt, und das ist ja meistens der Fall, schenkt man eben irgend etwas aus dem reichhaltigen Niederegger-Angebot.
Und von diesem boomenden Weihnachtsgeschäft alle Jahre wieder lebt das gute Haus.”

Dieser Argumentation konnte ich mich nicht verschließen. Also bitte, Niederegger und Lübeck zuliebe feiere und schenke ich dann eben in Zukunft mit.

Kyrill in Lübeck

Die Stürme haben aber auch sonderbare Namen.
Kyrill – das erinnert an die kyrillische Schrift, das wirkt fremdartig und bedrohlich.
Aber was bleibt, nachdem er hier ein wenig rumgepustet hat?
Die Schäden halten sich in engen Grenzen, aber der Orkan war doch stark genug, um ein paar Dachdecker mehr in Lohn und Brot zu setzen.
(Vielleicht könnten die ihre Aufgabe ohne weiteres orkanfest erledigen, aber dann wären sie ja schön blöd.)

Sehen wir nun aber das Positive:
Was steht alles noch?
Der Speicher,
das Holstentor,
die Marienkirche,
das Rathaus.
Damals wurde eben noch für die Ewigkeit gebaut.

Wer jetzt behauptet, dieser und der vorangegangene Artikel seien unter dem Einfluß von Kokain geschrieben worden – also, den verklage ich!
(Diese Pilze sind übrigens eine ganz natürliche Sache.)

So
19
Nov '06

Das Mädchen-und Frauenzentrum muß bleiben

Wie in den Lübecker Nachrichten zu lesen ist, soll das Mädchen- und Frauenzentrum dem Senatoren-Rotstift zum Opfer fallen:
“Dort sind ein Cafe und die ´Limone´ untergebracht, bei der es vor allem um Integration geht.”

Um die Integration der Banane in die Limone?
Weiter im Text:

“Täglich kommen 40 junge Mädchen und Frauen
(…)
80 Prozent der Besucherinnen gehen zur Förder-oder Sonderschule. Im Mädchenzentrum lernen Mädchen Selbständigkeit, können Selbstbewußtsein entwickeln.”

Was die LN hier bewußtlos wiederkäuen, trifft tatsächlich zu. Mädchen suchen diese Einrichtung ja nicht aus Jux auf, sondern weil sie darauf angewiesen sind. Es wäre skandalös, an dieser Stelle zu sparen, zumal das Ganze nur gut einen Euro pro Einwohner im Jahr kostet.

Fr
17
Nov '06

Blinde auf dem Weg zum ZOB – Lebensgefahr

Selbst die Kieler Nachrichten berichten davon:

“Das Überqueren der Bus-Spuren zur ZOB-Insel ist eine Mutprobe – es gibt keinen Zebrastreifen. Blinde und Sehbehinderte fordern jetzt von der Stadt einen sicheren Übergang.”

Es ist traurig, daß es überhaupt einer solchen Forderung bedarf.
Behindertengerechtes Bauen und behindertengerechte Einrichtung des Straßenverkehrs sollten Selbstverständlichkeiten sein.
In Lübeck ist das offenbar nicht der Fall, und vielleicht würde die Stadt ja erst nach einem tödlichen Unfall tätig, wenn sich nicht die Medien der Sache angenommen hätten.

Abriß der Bahnbrücke an der Kronsfelder Allee

Die alte Bahnbrücke an der Kronsfelder Allee war wirklich nicht mehr das, was man bestens in Schuß nennt.
So betagt wie sie war, so marode war sie auch, und jetzt wird sie demontiert.
Instandhaltung käme ja nur dann in Frage, wenn das Bauwerk architektonisch wertvoll wäre.
Aber das ist natürlich nicht der Fall.
Das einzig Gute, was sich über sie sagen läßt, ist, daß sie nicht IM NÄCHSTEN MOMENT von allein zusammengekracht wäre.
Da fällt mit übrigens ein Witz ein:

Ein Obdachloser legt sich zum Schlafen unter eine Brücke.
Da wird die Brücke gesprengt.
Der Obdachlose befreit sich mit Mühe aus den Trümmern und ruft:
“Warum habt Ihr das gemacht?
Die war doch noch gut!”

Aber zurück zur Sache. Es gab ja erheblichen Ärger, weil die Stadt vor Beginn der Abbauarbeiten nur die unmittelbaren Anwohner informiert hatte, nicht aber die, die in einiger Entfernung wohnen. Als Begündung gab man an, die Bauarbeiten würden gar nicht so laut.
Aber stimmt denn das?
Vielleicht kann ja mal jemand, der da in der Nähe wohnt, hier einen Kommentar einstellen.

Do
17
Aug '06

“Heimliche Untermieter”

So nennt sich eine Ausstellung im Museum für Natur und Umwelt (Musterbahn 8 ), die noch das ganze Jahr über (und ein wenig darüber hinaus) zu sehen sein wird.
Es geht zum Beispiel um Bewohner unserer Kopfkissen, die Milben.
Aber will man sie denn so stark vergrößert sehen?
Freuen wir uns doch darüber, daß wir ihrer normalerweise nicht angesichtig werden müssen und daß sie unschädlich sind.

Mo
24
Jul '06

Schlutuper sind auch Menschen

Liebe Lübecker!

Ein wenig mehr Rücksicht, etwas weniger haarsträubende Vorurteile – wie wäre es damit?
Braucht Ihr tatsächlich immer eine Gruppe von Menschen, die Ihr als minderwertig betrachten könnt?
Obwohl sie es natürlich nicht sind!
Nun habt Ihr Euch also vor einiger Zeit die Schlutuper ausgesucht.
Und Ihr zeichnet ein Bild des Schlutupers an und für sich – alles schwarz in grau.
Habt Ihr denn da keine Bedenken?
Wißt Ihr nicht, wohin solche Ausgrenzungen führen können?
Sollen die Schlutuper bald nur noch mit einem Stern an der Oberbekleidung auf die Straße gehen dürfen?
Damen und Herren, Schlutuper sind vollwertige Menschen, und was immer da in der jüngeren Vergangenheit gewesen sein mag, es kann ein solches Verhalten Eurerseits, liebwerte Lübecker, nicht rechtfertigen.
Ich sage und schreibe das in aller Deutlichkeit.
Natürlich ist das ein heißes Eisen, und deshalb tut die Redaktion der Lübecker Nachrichten so, als existiere das Problem nicht.
(Ein Depp, den das wunderte.)
Daher nutze ich dieses Blog als Forum, um Aufklärungsarbeit zu leisten.
Im Dienste des Antirassismus!
Im Dienste des Humanismus!
No Pasaran!
Schlutup muß bleiben!

Belästigung im Supermarkt

Neulich suchte ich schwerbepackt ein innenstädtisches Lebensmittelgeschäft auf. Es ließ sich leider nicht vermeiden, daß schon bei meinem Eintritt in dieses Geschäft die Innentaschen meiner Jacke voll waren – fragt mich nicht, warum.
Natürlich dachte ich:
“Wenn das mal keine dummen Bemerkungen gibt!”
Und natürlich gab es die.
Die Kassiererin sagte in vulgärem Verdächtigungston wörtlich:

“Kann ich mal sehen, was Sie da in der Jacke haben – das beult sich da so aus.”

Also zeigte ich ihr meine prsönlichen Utensilien.
Zum Glück mußte ich nicht ALLES vor der schlangestehenden Kundschaft ausbreiten, denn immerhin sah die Kassiererin recht bald ein, daß sie mich zu Unrecht verdächtigt hatte.
Dennoch, dieses

“Kann ich mal sehen, was Sie da in der Jacke haben – das beult sich da so aus.”

hat mich schon ein wenig geärgert.
Was wäre wohl die Reaktion gewesen, wenn ich erwidert hätte:

“Kann ich mal sehen, was Sie da in der Bluse haben – das beult sich da so aus.”

Di
6
Jun '06

Gesangsabend der Musikhochschule

Ein solcher findet am 6. Juni um 20 Uhr bei der Adventistengemeinde, Kronsforder Allee 127 k, statt.
Gegeben werden Kompositionen von Händel, Cimarosa und Wolf.
Bemerkenswert daran ist, daß der Abend für die Singenden Bestandteil ihrer Diplomprüfung ist.
Sie sollen offenbar unter Auftritts-Normalbedingungen geprüft werden.
Es mag tatsächlich Sänger geben, die hochbegabt sind, aber vor Publikum versagen.
Daher ist diese Praxis sinnvoll, wenn auch hart.
Vielleicht fördert ja gerade dieser Abend einen wunderbaren Sänger zutage.

“Und wenn er Glück hat, wird er ausgestopft
und kommt an die Oper.”

Sagt Georg Danzer.
Der Mann hat recht.

Mi
3
Mai '06

Rathaus Lübeck

Welches ist das schönste Gebäude Lübecks?
Hier ist die Auswahl groß, werden die meisten sagen, und sie sagen es zurecht.
Ist es das Holstentor?
Ist es die Marienkirche?
Ich sage: Nein!
Es ist das Rathaus.
Schon in meiner Kindheit ging ich stets mit Wohlgefallen (oh shut up) daran vorbei, denn es spendete Trost und Weltvertrauen.
Ja es ist eine Manifetation früher Emanzipation von kirchlicher Macht.
Ausdruck eines Adels, der kein Geburtsadel ist, sondern einer des Geistes und des Empfindens.
Nun wird es Leser geben, die behaupten, ich rede Quatsch.
Bitte, warum nicht, dies ist ein freies Land.
Und was könnte auf plastischere Weise einen Begriff von Freiheit vermitteln als der Anblick des Rathauses in Lübeck.

Do
13
Apr '06

Peter Harry Carstensen bleibt weg

Tja, Herrschaften, die Jahrhunderte werden kürzer.
Schon wieder eine Jahrhundertflut.
Nur gut, daß Lübeck davon verschont bleibt.
Denn sonst käme Peter Harry Carstensen hierher und würde sich als Retter aufspielen sowie den weisen, aber volksverbundenen, seebärigen Landesvater mimen.
Das wollen wir doch ganz entschieden nicht, wenn es auch selbst in Lübeck Menschen gibt, die ihm mit ihrer Stimme zur Macht verholfen haben.
Daß das ein großer Fehler war, möge das folgende Beispiel zeigen.
In einem Interview des NDR wurde Carstensen vor der letzten Landtagswahl auf sein schlechtes Verhältnis zum verwitterten FDP-Dressman Kubicki , der ihn auf das übelste verspottet hatte, sowie auf die Aussichten einer schwarzgelben Koalition hin angesprochen.
In diesem Kontext sagte Carstensen über Kubicki und sich:
“Ich bin derjenige, der die Leute zusammenholen kann, und er ist derjenige, der die Ideen für die zusammengeholten Leute bringen kann.”
Nun laßt Euch das mal auf der Zunge zergehen:
Schleswig-Holstein hat einen Ministerpräsidenten, der öffentlich eingesteht, daß er keine Ideen hat.
Das ist doch hochinteressant.
Aber unsere schlafmützenbewehrten Medien haben es selbstredend versäumt, das in irgendeiner Weise zu exponieren.
Wer übrigens meiner Auffassung widerspricht, derzufolge die schöne Stadt Lübeck und ihre Bewohner eine um Klassen bessere Tageszeitung verdienen als die LN, der möge sich hier per Kommentar-Funktion melden.

Do
6
Apr '06

Lübeck als Welt-Kulturerbe

Wieviel in Lübeck gehört eigentlich schon zum Welt-Kulturerbe?
Ich bin da jetzt nicht genau orientiert.
Aber ich habe einen Vorschlag:
Man kann doch gleich die ganze Stadt – vielleicht mit Ausnahme einiger unschöner Randbezike – zum WKU erklären.
Schließlich ist Lübeck eine der bedeutendsten Städte des Spätmittelalters.
Und wunderschön ist es heute noch.
Nur daß Lübeck die Mann-Stadt ist, das kann man als Argument nicht gelten lassen.
Die Manns sind ganz furchtbar überschätzt.

Fr
24
Mrz '06

Holstentor hypen

Das Holstentor ist weithin berühmt.
Aber der schiefe Turm von Pisa ist noch deutlich berühmter.
Warum?
Na weil er schief ist. Gestehen wir uns also ein, daß auch das Holstentor mächtig Schlagseite hat.
Machen wir aus dem bislang schamhaft verschwiegenen Fehler eine Attraktion.
So wird das Holstentor zum berühmtesten Bauwerk der Welt.
Ist doch ganz einfach.
Sitzen denn bei uns im Fremdenverkehrsamt nur Schlafmützen?