Lübeck-Blog: Das Weblog von Lübeckern für Lübecker

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Mai 2012
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Mi
12
Mai '10

Ja gehen Diebe denn nicht in Rente?

Am vergangenen Dienstag wurde in dem Zeitraum von 12.00 – 13.20 Uhr wurden in der Tiefgarage des Rathauses in Lübeck zwei Autos aufgebrochen. Gestohlen wurden ein Handy und ein mobiles Navigationsgerät. Auf gleiche Weise wurde auch die Scheibe der Beifahrertür eines Volkswagen eingeworfen, der auf einer anderen Parkfläche abgestellt war. Auch hier wurde ein mobiles Navigationssystem mitgenommen. Nun frage die Polizei; Wem sind am vergangenen Dienstag innerhalb des Tatzeitraumes verdächtige Gestalten in der Tiefgarage des Rathauses aufgefallen? Hinweise erbittet das zuständige Kriminalkommissariat. Am gleichen Dienstag gegen 14.00 Uhr, beobachteten zwei Polizeibeamte einen 80 (in Worten achtzig) jährigen Rentner auf der Brückstraße, der eine Antenne von einem geparkten Auto abschraubte und an sein eigenes Auto wieder anschraubte. Als er daraufhin angesprochen wurde, behauptete der aktive Senior zunächst, dass beides seine Autos seien. Eine Überprüfung hielt dem allerdings nicht stand. Alter schützt vor Torheit nicht.

Di
23
Mrz '10

Osterbasteln im Museum

Kinder im Alter zwischen sieben und elf Lenzen können am kommenden Donnerstag, 25. März 2010, im Kulturforum Burgkloster Ostergeschenke für die Eltern oder Großeltern basteln: Im Rahmen der musealen Ausstellung “Rainer Erhard Teubert – Holzschnitt” wird eine Museumspädagogin die kleinen Besucherinnen und Besucher mit der Technik des Drucks spielerisch vertraut machen.
Nach einem Besuch der Ausstellung werden Stempel aus Kartoffeln ausgeschnitten und Servietten aus Stoff  bedruckt. Die Veranstaltung beginnt um 15:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr. Für das museumspädagogische Angebot sind  ünf Euro pro Kind zu berappen, wobei die Kosten für das Material (z.B. Stoffservietten, Kartoffeln und Farben) inbegriffen sind. Die Anmeldungen ist erbeten unter der Telefonnummer 0451/122-4195.

Fr
7
Sep '07

Fit, gesund und schön in Lübeck!

  Fit, gesund und schön in Lübeck! Wer in Lübeck schön sein will, muss nicht lange suchen, denn allein 87 Kosmetikstudios sind in den neuen GelbenSeiten von Lübeck, Eutin zu finden. Außerdem warten 279 Friseurgeschäfte darauf, die Lübecker und Lübeckerinnen mit neuen Haar-Schnitten und -Farben trendy zu stylen. Und wer nicht nur schön, sondern auch gesund und fit sein möchte, findet reichlich Gelegenheit: Rund 139 Sportvereine mit 41.289 Mitgliedern gibt es in Lübeck. Dazu kommen noch einmal 5.142 Lübecker, die sich beim Betriebssport fit halten. Das bedeutet: rund 22 Prozent der 213.651 Einwohner Lübecks legen Wert auf sportliche Betätigung. Die beliebtesten Sportarten innerhalb der Vereine sind in Lübeck das Turnen, gefolgt von Fußball, Segeln, Handball und Tennis. Schlusslichter bilden Mitgliedschaften in den Sparten Jiu-Jitsu, Bahnengolf und Squash. Doch auch ohne Vereinszugehörigkeit sind die Möglichkeiten, sich fit und gesund zu halten, in Lübeck und Umgebung unendlich vielseitig: Ein Blick in die neuen GelbenSeiten Lübeck, Eutin, die der Verlag Dumrath & Fassnacht in Zusammenarbeit mit DeTeMedien in diesen Tagen herausgibt, genügt: Von A wie Angelbedarf über G wie Gymnastik bis Y wie Yoga – hier findet jede / jeder die Sportart, die zu ihm oder ihr passt. Das Verzeichnis ist kostenlos bis Ende September lang bei allen Postfilialen, Jet-Tankstellen und den Media Märkten in der Region erhältlich. Die aktuelle Ausgabe der GelbenSeiten ist aber natürlich nicht nur beim Thema Schönheit, Sport und Fitness hilfreich, sondern ebenso nützlich bei allen anderen Alltagsfragen. Ein umfangreicher Journalteil mit Behördenwegweiser, Stadtplänen und einem Sonderteil zum Thema Ausbildung & Beruf machen die GelbenSeiten zu einem echten Informationspool. Das Abholen lohnt sich also!September 2007Abdruck honorarfrei / Bildmotiv und Text sind digital verfügbar.Im Falle einer Veröffentlichung bedanken wir uns und würden uns über die Zusendung eines Belegexemplars sehr freuen.Pressestelle Dumrath & Fassnacht KG (GmbH & Co.)c/o MPR Dr. Muth Public Relations GmbHWarburgstraße 36, 20354 HamburgTelefon: (040) 42 92 40-0 / Fax: (040) 4 22 77 87info@mprdrmuth.de

Do
29
Mrz '07

Holstentor-Realschule bald Gemeinschaftsschule

Die Schulkonferenz beschloß in der vergangenen Woche mit 27:1 Stimmen, daß das Institut in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden soll. Jetzt gilt es natürlich, den Marsch durch die bürokratischen Instanzen anzutreten.
Aber am Ende des Weges ist diese Schule dann, das kann man bereits jetzt mit Sicherheit behaupten, die erste Gemeinschaftsschule in Lübeck.

Nix los in der Clemensstraße? Aber vielleicht bald wieder!

Die Clemensstraße war bis vor einiger Zeit Lübecks Schmuddelecke. Puffs und Kneipen waren dort, und sonst gar nichts.
Die Etablissements dort haben eines nach dem anderen dicht gemacht, und nun ist da in der Tat rein gar nix mehr.
Das soll sich ändern.
Auf Anregung findiger Geschäftsleute plant die Stadt, aus der ehemaligen Rohrverlegungsmeile eine Szenestraße zu machen: Mit Künstlerateliers und In-Restaurants.
Das kann freilich noch ein wenig dauern. Einstweilen sind die meisten der Häuser dort renovierungsbedürftig.
Manche Etagen sind sogar total durchgebumst.

Süskind im Studio der Kammerspiele

Patrick Süskind wurde den Menschen im vergangenen Jahr deutlich in Erinnerung gebracht. Der Film “Das Parfüm” nach seinem Roman wurde der erwartete Blockbuster. Leider ist der Film künstlerisch nicht annähernd so erfolgreich wie kommerziell.
Aber das ist ja kein Wunder, wenn man bedenkt, daß Tom Tykwer Regie führte.
Süskind seinerseits ist tatsächlich ausschließlich für diesen Roman bekannt.
Das respektable Monolog-Stück “Der Kontrabaß” gilt es also neu zu entdecken, und es ist schön, daß die Kammerspiele den Lübeckern heute um 20.00 Uhr (Beckergrube 10-14) Gelegenheit dazu geben.

Big -Band-Sound in Lübeck

Und zwar heute abend um 20.00 Uhr in der Musik- und Kongreßhalle, Willy-Brandt-Allee 10.
Tom Gaebel und Band werden der Crowd einheizen. Endlich mal wieder guter alter Big-Band-Sound.
Das heißt ja nicht, daß man sich in nostalgischer Gemütlichkeit zurücklehnt.
Denn hört Euch mal einiges bei Fettes Brot oder gar Jay-Z an. Diese Gentlemen verwenden mit Vorliebe Big-Band-Samples.
Heute wird man diese Klänge nicht gesamplet, sondern gespielt zu Ohren bekommen.

Late Night Shopping im Zwielicht

Lübeck ist in vielerlei Hinsicht Pionier. Das bedeutet aber nicht, daß die Stadt danach streben sollte, dies in allen Bereichen zu werden.
Zumindest für Schleswig-Holstein betritt Lübeck mit seinem Late Night Shopping-Angebot am kommenden Fritag Neuland. Bis um Mitternacht wird man dann in der Innenstadt einkaufen können, und nicht nur das. Weil das eben das erstemal der Fall sein wird, gibt es ein Rahmenprogramm mit Kleinkunst mit Musik.
Was soll nun aber das Ganze? Sicher, das gute alte Ladenschlußgesetz existiert nicht mehr, aber schon als die Ladenöffnungszeiten auf 20.00 Uhr ausgedehnt wurden, sind doch viele Geschäfte erstmal auf die Nase gefallen: Sie hielten ihre Geschäfte bis ans Limit geöffnet, mußten dann aber feststellen, daß nach 19.00 Uhr kaum ein Kunde mehr kommt.
Und das wird sich eben hier in verschärfter Form wiederholen. Vielleicht treibt ja die Neugier den einen oder anderen freitagnacht in die Geschäfte, aber mehr als Neugier und eben der Event-Charakter des Ganzen gibt es nicht, das für die Lübecker dort attraktiv sein könnte.
Ein in den meisten Geschäften der Innenstadt vollkommen offener Freitag wird sich nicht duchsetzen.

Mi
28
Mrz '07

Die Politiker und das Mobiliar: Populismus in den Lübecker Nachrichten

Zitat aus den Lübecker Nachrichten vom 22. März (S. 16):

“Bei sozialen und kulturellen Einrichtungen spart die Stadt, aber 53.000 Euro für neues Mobiliar sind noch drin.”

Es geht um wirklich abgenutzte Möbel, die ersetzt werden MÜSSEN.
Der einzelne Lübecker zahlt dafür im Schnitt ca. 25 Cent.
Was die Lübecker Nachrichten da schreiben, ist der pure Populismus.

Fraederichs´ Spruch

Mehrfach berichteten die Lübecker Nachrichten über einen angeblich sexistischen Spruch des Bürgerschaftsabgeordneten Fraederichs und seine Folgen.
In den meisten dieser Artikel wird aber der Stein des Anstoßes nicht erwähnt. Das ist entweder unprofessionell oder übertrieben schamhaft. Oder Ergebnis politischen Kalküls.

In der Ausgabe vom 22. März immerhin war das Zitat zu finden. Laut Astrid Stadthaus-Panissie, einem der beiden Opfer des Ausspruchs, sagte der Mann:

“Ihr seid doch nur in der Bürgerschaft, weil Ihr Titten habt.”
Diese Äußerung nun also ist es, die allenthalben als sexistisch bezeichnet wird.
Aber ist sie das tatsächlich?
Um das beurteilen zu können, müssen wir uns zwei Dinge klarmachen.
1. Was ist Sexismus?
Sexismus ist (dem Rassismus entsprechend) die Auffassung, zwischen Männern und Frauen bestehe ein Wertunterschied, aus dem sich ein Rangunterschied ergeben müsse.
Sexismus wird oft mit Obszönität verwechselt. Wir werden zu überprüfen haben, ob das auch im Fall dieses Ausspruchs so ist.

2. Was bedeutet der Ausspruch?
Zwei Bedeutungen sind möglich:
a) Ihr habt Eure weiblichen Reize eingesetzt und seid aufgrund dieser in die Bürgerschaft gewählt worden.
b) Frauen habe es grundsätzlich leichter als Männer, in die Bürgerschaft gewählt zu werden. Die angesprochenen Frauen sind nicht hinreichend qualifiziert.

Keine der beiden Varianten läßt ohne weiteres auf Sexismus schließen.
Es ist hier also tatsächlich Sexismus mit Obszönität verwechselt worden.

Was sagt Christian Risch über das Netz Ost?

Am 22. März erschien in den Lübecker Nachrichten ein Kommentar eines Christian Risch über das Netz Ost.
Wir zitieren:

“Es ist gar nicht lange her, da rumpelten Züge mit alten Schmuddelwaggons zwischen Hamburg und Lübeck hin und her. Diese Zumutung für alle Pendler ist noch in frischer Erinnerung. Seit kurzem aber tut sich viel Erfreuliches im `Netz Ost´: Die Regionalbahn setzt moderne Doppelstockwagen ein, DB-Chef Hartmut Mehdorn setzte höchstdelbst den ersten Masten für die Elektrifizierung, bald gibt es auch eine ICE-Verbindung nach Berlin. Zufall oder Kalkül?”

Mehdorn setzte übrigens nicht den ersten Masten, sondern den ersten Mast.
Weiter im Text:

“Klar ist: Angesichts dieser Verbesserungen wäre es eine Sensation gewesen, wenn nicht die DB-Tochter Regionalbahn Schleswig-Holstein den Zuschalg für den Betrieb ab 2009 erhalten hätte, wenn die DB mit viel Geld vom Bund die Strecke ausgebaut hätte, um dann ihre Konkurrenz darauf fahren zu lassen.”

Das Komma vor dem zweiten “wenn” ist falsch und führt zu Mißverständnissen.
Mit einem Gedankenstrich käme man der Sache näher. Am besten aber wäre es, die ganze Konstruktion zu ändern.
Dieser Risch hat eben große Prbleme mit der Sprache, folglich mit dem Denken.

Sabine Latzel revisited

Wer ist die Beste, die Schönste, die Knuffigste bei den Lübecker Nachrichten?
Natürlich Sabine Latzel, und um das zu belegen, wollen wir aus ihrer Kolumne vom 25. März zitieren:

“Da sage noch mal einer, Männer der Faust verstünden nichts von Kunst: Henry Maske, reaktivierter Profiboxer, lässt sich bei seiner Rückkehr in den Ring von Multitalent Armin Mueller-Stahl stärken. Beziehungsweise von einem Bild Mueller-Stahls: Es heißt ´Zwei aufsteigende Pferde` und soll den Mantel zieren,in dem Maske am 31. März in die Münchner Olympiahalle Einzug hält, wo er gegen Virgil Hill antreten will. Maske habe sich ausdrücklich eine Werk Mueller-Stahls gewünscht, berichtet Frank Thomas Gaulin vom Lübecker Kunsthaus, der 50 Lithografien des Bildes – signiert von Maske und Mueller-Stahl – im Sortiment hat. `Einmal Kämpfer, immer Kämpfer, im Sport wie im künstlerischen Leben`, soll Mueller-Stahl den Wunsch Maskes kommentiert haben. Der Mantel soll später versteigert werden, zugunsten von Maskes Stiftung `Place for Kids´ – und zwar unabhängig vom Ausgang des Kampfes.”

Ich will nicht auf alle Subtilitäten dieser Passage hinweisen. Aber, Herrschaften, es überträgt sich darin – das muß doch mal gesagt werden – eine Vitalität, die ihregleichen sucht. Jede Zeile atmet die Zartheit, Keßheit und Intelligenz der Verfasserin.
Ich bin begeistert.

Henschel im Gesamtvorstand der Landsmannschaft Schlesien

Jüngst wurde Gerhard Henschel in den Gesamtvorstand der Landsmannschaft Schlesien Lübeck gewählt.
Was denn, werden einige fragen, DER Gerhard Henschel, der vor einiger Zeit ein gegen die Bild-Zeitung gerichtetes Buch veröffentlichte?
Na, die Frage ist doch wohl nicht ernst gemeit.
Der Gerhard Henschel hält sich von derart rechtsreaktionär-revanchistischen Organisationen natürlich fern.
Es ist nur eine zufällige Namensgleichheit.

LRK feiert sein hundertjähriges Bestehen

Der traditionsreiche Lübecker Ruderklub (LRK) feiert in diesen Tagen sein hundertjähriges Bestehen. Lübeck-Blog gratuliert recht herzlich und wünscht weiterhin viel Erfolg.
Wir wollen auch nicht versäumen, darauf hinzuweisen, daß Rudern nicht nur gesund ist (auch wegen der Ausübung des Sports an der frischen Luft) und fit macht, sondern daß ein guter Ruderschlag auch dazu führt, daß man Schlag bei den Frauen hat.
Wie das kommt?
Ganz einfach: Rudern stärkt die Oberarm- und Schultermuskulatur. Mit anderen Worten: Rudern macht ein breites Kreuz. Und ein breites Kreuz signalisiert Frauen, daß sie bei dem betreffenden Mann gut aufgehoben, gut geschützt sind.
Daher macht Rudern Männer attraktiver.
Also, Leute, verbessert Eure Chancen, indem Ihr dem LRK beitretet.

Marion Kirschke – die tut was

Im Zuge der unseligen Spardebatte wurden die finanziellen Mittel der Stadt für die Volkshochschule auf die Hälfte eingeschrumpft, nachdem man sich einige Angebote herausgepickt und diese populistisch als Luxuskurse gebrandmarkt hatte.
Aber die Volkshochschule existiert fort, und es gelingt ihr nach wie vor, ein attraktives Angebot zusammenzustellen.
Und wem ist das zu verdanken?
Natürlich der Intelligenz und dem Engagement ihrer Leiterin, Marion Kirschke, einer feinherben Schönheit mit liebenswürdigen, schönen, nußfarbenen Augen und formvollendeter Nasolabialfalte.
Dieser Frau werden Besucher der VHS auch in Zukunft vertrauen können.

Decken Lübecker Nachrichten Oliver Fraederich?

Aus den Lübecker Nachrichten erfahren wir, daß der Bürgerschaftsabgeordnete Oliver Fraederich vor einiger Zeit etwas Sexistisches gesagt habe und daß das nun skandalisiert werde.
Drei Artikel habe ich nun in kurzer Folge in den LN darüber gelesen, den letzten in der Ausgabe vom 25. März auf Seit 25, und in jedem dieser Artikel wurden lediglich Reaktionen auf seinen Ausfall beschrieben resp. zitiert. Die Sache selbst blieb unzitiert.
Es ist dort überdies, bezogen auf den Grund des Ärgers, von einem “Macho-Spruch” die Rede.
Man hat den Eindruck, daß die LN das Vergehen des CDU-Mannes so weit wie möglich verbergen, und wo das nicht mehr möglich ist, verharmlosen.
“Macho-Spruch” soll heißen: Ist doch nur so dahingesagt, legt doch nicht jedes Wort auf die Goldwaage.
Das Ganze scheint also ein deutliches Beispiel für die CDU-Freundlichkeit dieser “überparteilichen, unabhängigen” Publikation zu sein. Und eines für ihr mangelndes Geschick, denn begabte Journalisten würden sich nicht so einfach verraten.

Was sagt Josehine von Zastrow über Sünnewolds Initiative?

Folgendes, und zwar in einem Komentar der Kieler Nachrichten vom 25. März:

“Die ´Trave´ verkaufen? Kein neuer Vorschlag. Man kann die unvermeidlichen Reflexe schon jetzt vorhersagen.”

Das ist ja kein Wunder, wenn sie unvermeidlich sind, nicht wahr, Frau Zastrow?
Verzeihung, VON Zastrow.
Weiter im Text:

“Doch das Modell von Peter Sünnewold hat es verdient, genauer unter die Lupe genommen zu werden – bevor es in der Luft zerrissen und in die Tonne getreten wird.”

So, das ist also auch unvermeidlich. Aber warum soll man es dann erst unter die Lupe nehmen?
Aus reinem Forscherinteresse?

“Es klingt zwar kompliziert, die städtische Grundstücksgesellschaft aufzumotzen …”

Nee, klingt nich kompliziert, klingt unheimlich beknackt.

“Und es ist zu streiten darüber, ob die `Trave´ überhaupt verkauft werden soll. Doch – und das ist bitter genug – es ist der allerste Vorschlag aus der 50 Köpfe zählenden Bürgerschaft, der sich effizient mit der Lübecker Haushaltssanierung beschäftigt. Jenseits von ein paar tausend Euro.”

Da immerhin hat sie wohl recht.
Allerdings haben sich die Lübecker Nachrichten mit Feuereifer daran beteiligt, den Verschuldungsteufel an die Wand zu malen. Auch das natürlich ein Mittel des Sozialabbaus.

Ausstellung über Opfer rechter Gewalt

Am Montag wurde in der Petrikirche eine Ausstellung über Opfer rechter Gewalt eröffnet.
Hauptsächlich geht es dabei um Faschismus im weitesten Sinne.
Daß jedes Kind, daß christlich erzogen wird, ein Opfer rechter Gewalt ist, wird man geflissentlich verschweigen.

Osterfrühstück in der Marienkirche

Am Ostermontag locken die Pfaffen die Leute mit Brötchen und Kaffee in die Marienkirche.
Osterfrühstück nennt sich das.
Tja, die Menschenfischer wissen, was zu tun ist.
Also seid auf der Hut!
Laßt Euch nicht fangen!
Diese Warnung gilt natürlich nicht für die, die resistent sind.
Es gibt da ja einige Spezis, die sonntagmorgens in die Kirche gehen und sagen:
“Lieber Abendmahl als gar nix to supen.”
Diese Menschen haben meinen ganzen Respekt.

Di
27
Mrz '07

Voyage-Zirkus und Betrüger

Ab dem 29. März ist ein Zirkus namens Voyage in Lübeck zu sehen. Und der versetzt die Lübecker Polizei in Alarmbereitschaft. Nicht aufgrund etwaiger Menschen- oder Tierquälerei, sondern wegen eines kreativen Kriminellen, der den Aufenthalt des Zirkus in Wolfsburg für seine Zwecke zu nutzen verstand. Dieser Mensch besuchte in Wolfsburg und Umgebung Kindergärten, bot Ausflüge zum Zirkus an, kassierte – und blieb natürlich die Gegenleistung schuldig.
Hätte der sich, so fragt man sich, nicht ebensogut an Schulklassen bzw. deren Lehrer wenden können?
Doch, das hätte er.
Warum tat er es dann nicht?
Ich nehme stark an, weil in Deutschland, kurz gesagt, die Ausbildung zur Kindrgärtnerin eine mittlere ist, die zur Lehrerin aber eine gehobene.
Demzufolge ist bei Lehrern/Lehrerinnen eine im Durchschnitt höhere Intelligenz anzunehmen – und damit für den Täter eine höhere Wahrscheinlichkeit, aufzufliegen.
Ihr seht, der Mann hat an alles gedacht.
Bewundernswert.
Und nun glauben die Lübecker Polizisten, der Mensch werde auch hier zuschlagen.
Aber das wird er nicht. Denn wie ich eben schon andeutete: Der Mann ist ziemlich clever. Der wird sich doch nicht dothin begeben, wo das Bullauge des Gesetzes blitzblank geputzt ist. Nein, dieser Mensch wird einige Zeit nachdenken und dann nach einem neuen Plan vorgehen.
Vielleicht ja dann bei uns in Lübeck.

Werkshäuser an der Dänischburger Landstraße werden zerstört

Sie werden einfach abgerissen, und das im Alter von 98 Jahren. Statt ihrer wird in dem Bereich, so ließ wenigstens der Eigentümer Villeroy und Boch verlauten, eine Grünfläche entstehen.

TT-Linie erfolgreich

Die TT-Linie, die bekanntlich Menschen und Waren nach Schweden transportiert, ist durchaus ein Erfolg. Im Jahre 2006 machte das Unternehmen einen Umsatz von 138 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung von 12 % gegenüber dem Vorjahr.
Ausschlaggebend war dafür vor allem das Frachtgeschäft.

Curd Tönnemann – ein Kommentator von Gottes Gnaden

Kurz vor dem SPD-Landesparteitag meldet sich ein Curd Tönnemann mit einem Kommentar in den Lübecker Nachrichten zu Wort:

“Wenn SPD-Schatzmeister Jörg Wenghöfer am Sonntag beim Landesparteitag in Neumünster ans Mikrofon tritt, hat er gute Nachrichten zu verkünden: Das Konsolidierungsprogramm der Partei mit dem Namen ´Service 21` hat von 2001 bis 2005 geholfen, 2,3 Millionen Euro an Personalkosten einzusparen. ´Wir sind im Bundesvergleich richtig gut´, wird der Kassenwart der Sozialdemokraten stolz sagen.”

Wann wird er das?
Wenn der Kommentator den Wortlaut prognostizieren kann, dann sollten auch Datum und Uhrzeit nicht fehlen.
Weiter im Text:

“Aber gut ist eben nicht gut genug. Deshalb geht es jetzt ans Eingemachte – und alle sollen finanziell bluten. Vor allem die Ortsvereine, die durchweg gut wirschaften, sollen ausbügeln helfen, was beim Landesverband fehlt: schwarze Zahlen in den Büchern.”

Die Ortsvereine sollen, Eingemachtes blutend, schwarze Zahlen ausbügeln, bis diese rot sind?

Der Mann faselt.

Und der April macht auch nicht mehr das, was er will

Ich glaube nach den vielen Umschwüngen in der letzten Zeit nicht mehr an das hiesige Wetter.
Ich bin auf alles gefaßt.
Ich würde mich nicht einmal wundern, wenn der April, die Pubertät des Jahres, beständig würde.

Was war das Niederstadtbuch tatsächlich?

Im Kulturforum Burgkloster, Hinter der Burg 2-6, referiert heute Dr. Harm von Seggern. Sein Thema: “Das Lübecker Niederstadtbuch gegen Ende des 15. Jahrhunderts – ein Handelsregister?”
In der Tat ist man sich über Charakter und Funktion dieses wertvollen, über 500 Jahre alten Dokumentes uneins.
Schön jedenfalls, daß von Seggern ein Fragezeichen setzt. Das läßt den Schluß zu, daß er seine Thesen nicht apodiktisch vertritt, sondern in alle Richtungen denkt, statt gewisse Hinweise von vornherein auszuschließen.

Klamms Krieg im Studio

Das Studio in der Beckergrube 10-14 zeigt heute um 20.00 Uhr “Klamms Krieg”. Es handelt sich dabei um ein Stück von Kai Hensel.
Na, wenns denn sein muß …

Mo
26
Mrz '07

Vfb kann es doch noch

Daß neue Besen gut kehren, wird in diesem Zusammenhang zwar immer wieder gesagt, aber der Vergleich ist natürlich falsch. Dennoch muß man in diesem Fall sagen: Der Erkenbrecher hat dem VfB den Erfolg gebracht. Und nun also auch noch die Tabellenführung im direkten Duell gegen einen Kontrahenten im Kampf um den Aufstieg.
Na, vielleicht packt es der VfB ja tatsächlich. Und dennoch, eins sollte klar sein: Die Mannschaft ist so zu schwach für die zweite Liga. Man muß tatsächlich, so leid es einem tut, wenigstens die Hälfte des Teams auswechseln. Das läßt sich in dem Fall nicht ändern. Aber das Umfeld für Zweitliga-Fußball ist ja in Lübeck vorhanden. Insofern ist gegen einen Aufstieg nichts einzuwenden.

Do
8
Mrz '07

Eric Fish und Band “Gegen den Strom” 17.03.07 Mölln

Das dritte Album von ERIC FISH ist da!

Nicht mehr nur der Frontmann von SUBWAY TO SALLY, ist er inzwischen auch solo eine Institution.
Er reflektiert seine Umwelt in diesen Liedern noch sehr viel eindringlicher, als auf dem Vorgänger ZWLLING.
Der Titel GEGEN DEN STROM ist sicher metaphorisch gewählt, doch findet man in jedem Lied eine Entsprechung
zu dieser Überschrift.

So hemmungslos, so offen und auch so romantisch legt ERIC FISH sein Inneres bloß, singt uns seine Ansichten und Überzeugungen in Kopf und Herz, dass man in unserer derzeitigen Musiklandschaft vergebens Ähnliches sucht. Man möchte sich unwillkürlich eine Kerze anzünden!

In der Welt der Bässe und Loops schwimmt der FISH in der Tat gegen den Strom, und belässt es bei der auch
live üblichen Besetzung von Klavier und Akustikgitarren, gespielt von ihm selbst, Gerit Hecht, Rainer Michalek
und Uwe Nordwig.

Eine Platte, bei der man nicht nur zwingend ins Sinnen gerät, sondern auch richtig Spaß an schöner,
akustischen Musik haben wird!

Samstag 17.03.2007 Stadthauptmannshof Mölln, Hauptstrasse 150, 23879 Mölln
Achtung: Exklusives Konzert mit maximal 140 Sitzplätzen (nur Sitzplätze, KEINE Stehplätze)
Einlass ab 20.00 Uhr (VVK-Tickets), Beginn ca. 21.00 Uhr
Vorverkauf 12.- inkl. Gebühren, AK 14.-

Di
27
Feb '07

Gehörlose müssen auf Gottesdienst nicht verzichten

Am vergangenen Sonntag gab es in der Dietrich-Bonhoeffer-Kapelle einen Gottesdienst für Gehörlose. Wenn ich gehörlos wäre, würde ich es als einen der wenigen Vorzüge der Sache betrachten, daß ich die Pfaffen nie und nirgends mehr hören muß (vor dem EKD-Ratsvorsitzenden Huber ist man ja sonst nie und nirgends sicher).
Aber bitte, wers mag …

Julia Paulat sagt ihre Meinung in Sachen UKSH

Und zwar tut sie das in einem Kommentar der Lübecker Nachrichten vom 24. Februar:

“Das ist bitter für Lübeck. Schon seit Jahren führt die Stadt einen Abwehrkampf gegen die Kieler Pläne für Uni und Kliniken. Zwar war es gelungen, die Verschmelzung zu einer Landes-Universität zu verhindern. Und nun doht erneut Ungemach:”

Nicht “und”, sondern “aber”, werte Dame. Fahren Sie fort.

“Und das alles nur, weil sich die von Rot-Grün durchgeboxte Fusion beider Unikliniken als wahrer Flop erwiesen hat. Die erhofften Synergieeffekte haben sich nicht eingestellt. Im Gegenteil: Das Defizit klettert immer weiter in die Höhe. Dabei stand das Uniklinikum der Hansestadt vor der Fusion nicht einmal so schlecht da – mit einem nahezu ausgeglichenen Haushalt.
Lübeck hatte stets davor gewarnt, von der Zusammenlegung eines Gesunden mit einem Kranken Genesung zu erwarten. Und nun soll wieder etwas Neues probiert werden. So will es der Landesrechnungshof. Das ist nicht fair. Denn erneut steht der Uni-Standort zur Disposition.”

Der gedankliche Gehalt des Kommentars ist gleich null.
Und man kann sich so richtig vorstellen, wie die Dame kindisch mit dem Fuß aufstampft, während sie, zwischen Schmollen und Hysterie befindlich, sagt:
“Das ist nicht fair.”

Was sagt Sabine Latzel?

Die Lübecker Nachrichten haben eine kommunebezogene Kolumne mit dem Titel Stadtgespräch.
Autorin ist eine auf dem dem Artikel beigegebenen Foto recht kindlich wirkende junge Faru mit dem Namen Sabine Latzel.
Und was schreibt die so? Und vor allem: Wie?
Wir schauen mal in ihre Kolumne vom 25. Februar.:

“Erst ein Serienmörder, jetzt ein Amokläufer – Jobst Schlennstedt hat´ s mit den fiesen Zeitgenossen. Nach ´Linien´ hat der Diplom-Geograph seinen zweiten Lübeck-Krimi herausgebracht. Der heißt `Rausch` und beginnt damit, dass sechs Menschen in einem Lübecker Kaufhaus von einem Wahnsinnigen erschossen werden. Nicht eben erbauliche Lektüre, aber wer´s mag, folgt Kommissar Birger Andresen bei der Lösung seines zweiten Falls.”

Diese etwas verlegene Formulierung läßt den Verdacht aufkommen, daß Sabine Latzel derlei eben nicht mag und das Buch auch nicht gelesen hat.
Weiter im Text:

“”Beschäftigungsmangel muss der Ermittler nicht fürchten: Obwohl Schlennstedt nicht hauptberuflich als Autor arbeitet, hat er seinen zweiten Roman bereits ein halbes Jahr nach dem ersten veröffentlicht.”

Das ist nun allerdings sehr hübsch. Ich meine die Vorstellung von dem Autor, der seiner fiktionalen Figur Beschäftigung verschafft. Eine Vorstellung, aufgrund deren diese Figur so real wie fiktional erscheint. Frau Latzels Formulierung erinnert mich daher an John McTiernans meisterhaften Film Last Action Hero mit Arnold Schwarzenegger. Wer den Film gesehen hat, wird wissen warum, und wer ihn nicht gesehen hat, der holt das bitte bei nächster Gelegenheit nach.
Herrschaften, ich meine es doch nur gut mit Euch!
Aber wir wollen hier ja auch nochmal Frau Latzel zu Wort kommen lassen.
Folgendermaßen fährt sie fort:

“´Rausch`hat 256 Seiten, kostet 14,95, ist im Buchhandel erhältlich und kann auch bei ´books on demand´ bestellt werden.”

Das erscheint mir nun aber recht dreist.

Na, mal sehen, was die Dame noch zu berichten weiß:

“Wer einen gastgewerblichen Ausbildungsberuf ergreift, kann ständig an Wettbewerben teilnehmen – jedenfalls scheint es so, blicken wir auf die Zahl der Veranstaltungen. Jetzt fand in Neuenburg-Sachsenbande (Kreis Steinburg) die Landesjugendmeisterschaft statt, und dort haben auch zwei Lübecker Azubis Bronzemedaillen geholt …”

Der Eingangssatz dieses Abschnitts ist wieder sehr erfrischend.
Die Dame hat wirklich Talent.
Und wenn ich sie mir recht betrachte, dann ist sie auch sehr hübsch.
Ob ich mich wohl gerade frisch verliebt habe?