Herrschaften, ist es denn zu glauben?
Da ist das filmische Meisterwerk Hannibal Rising von Richard Harris / Peter Webber allenthalben verständnislos verrissen worden, und ausgerechnet in den Lübecker Nachrichten findet man eine Ausnahme. Jürgen Feldhoff heißt der Rezensent, und in den LN vom 15. Februar äußert er sich auf Seite II des Magazins unter anderem wie folgt:
“”Sein (Webbers, Anmerkung des Zitierenden) Film besticht durch seine Ästhetik, die Bilder sind unterkühlt und manchmal ganz einfach märchenhaft schön (…)
Webbers Film ist blutig, er ist brutal – und er ist dennoch subtil, er zeigt sozusagen erlesene Scheußlichkeiten. Das große Kapital des Films aber liegt in seinen vorzüglichen Darstellern …”
Natürlich sind Brutalität und Subtilität schon deshalb keine Gegensätze,weil es ja nicht der Film ist, der brutal ist, sondern das Dargestellte.
Nur eine von vielen Schwächen der Rezension.
Dennoch: Dieser Feldhoff hat Geschmack. Und arbeitet trotzdem bei den Lübecker Nachrichten. Nicht zu fassen.

