Entbürokratisierung hin, Deregulierung her – was die Große Koalition im Lande Schleswig-Holstein sich da zurechtbiegt, kann doch gar nicht in unserem Sinne sein.
Die bisherige Struktur hat sich jahrzehntelang bewährt.
Und wie globale, europäische, nationale und regionale Bedingungen können die eingeleiteten Schritte nicht rechtfertigen.
Ich erinnere daran, daß unsere stolze Stadt auch mal souverän war.
Die Eingliederung in das Land Schleswig-Holstein ist also keineswegs selbstverständlich.
Wenn man uns hier übergehen will, dann sollten wir über einen Austritt aus dem Land nachdenken.
Und wenn die Landesverfassung das nicht zuläßt – nun ja, es lassen sich immer Mittel und Wege finden.
Archiv für den Monat: September 2006
Wartenberg-Potter will Laizismus stoppen
Mangel an Sensibilität zeigt sich ja oft schon in Doppelnamen:
Wartenberg-Potter -
so nennt sich die Lübecker – und ich sage hier entschieden nicht “unsere” – Bischöfin (i.e. selbstredend die evangelisch-lutherische).
“Potter” paßt wirklich wie die Faust aufs Auge, denn wer würde bei dem Namen nicht an die Titelfigur des supererfolgreichen Romankomplexes der genialen J. K. Rowling denken.
Und in eben diesen Romanen, die formal wie inhaltlich in höchstem Maße aufklärerisch und schon daher unchristlich sind, wird das Weihnachtsfest und was sonst noch an den Heiland erinnern könnte, konsequent ausgespart.
Was will nun aber diese Wartenberg-Potter?
Sie macht Front gegen das von der Landesregierung gaplante Verbot des Zurschaustellens christlicher Symbole durch Lehrer an Schulen.
Und was erwidert die zuständige Doppelnamenträgerin der Landesregierung?
(Kieler Nachrichten vom 5. September:)
“Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) entgegnete, die jüdisch-christliche Tradition bleibe Fundament des Bildungs- undf Erziehungsauftrages.”
Trotz des Verbotes.
Aber schlimm genug.
Es sollte doch wohl klar sein, daß Humanismus Laizismus ist.
Daß die Menschen in der Renaissance begannen, die Wissenschaften, das Denken und sich selbst vom Zwang des Glaubens zu emanzipieren.
Daß Menschenwürde, Grundrechte, Bürgerrechte gegen katholischen Terror erstritten werden mußten.
Der Humanismus ist das Fundament unserer Verfassung.
Der Humanismus ist das Fundament unserer Bildung.
Christliche Elemente sind darin Fremdkörper.
Nun wird der eine oder andere einwenden, die Bildungsministerin habe oben Zitiertes nur gesagt, um den Christenmob zu besänftigen.
Hoffen wir´s.
Aber es ist traurig, daß sich aufgeklärte Mernschen immer noch und immer wieder mit solchen Sektenführern und Sektenführerinnen auseinandersetzen müssen.
Auf nach Fehmarn zu Jimi Hendrix
Folgender Artikel wurde bereits vor einiger Zeit geschrieben, aber vielleicht lohnt es sich gerade jetzt, ihn zu lesen:
Fährt jemand am Ostersamstag durch die Gegend und ruft allen zu:
“Jesus lebt!
Ostern fällt aus!”
Das ist einer meiner Lieblingswitze.
Aber was fällt nicht aus?
Das Fehmarn Open Air am 2.9. (Flügger Strand).
Nichts anderes als das Jimi Henrix Revival-Festival ist dies.
Er starb ja auch viel zu früh, der große, stilbildende Gitarrist.
Also wirklich, mal im Ernst:
Als noch alle Ex-Beatles lebten, konnte man gut und gerne und auch laut über ein Beatles-Revival nachdenken.
Denn in dem Fall war ja klar, daß das erneute Zusammenspiel der Band gemeint war.
Aber das Revival Jimi Hendrix´?
Das kann nichts anderes sein als Auferstehung.
Ist das nun Stuß?
Aber man würde so etwas doch nicht groß ankündigen, wenn es dann nicht geschähe.
Also stellt Euch darauf ein, Lübecker, daß Hendrix ab dem 2.9. wieder unter den Lebenden weilt.
Und wenn Ihr seiner Auferstehung beiwohnen wollt, dann fahrt nach Fehmarn.
Soweit der eigentliche Artikel. Und was war?
Nix!
Immer noch tot, der Mann!
Eine Riesenabzocke ist das.
Hat vielleicht mal jemand daran gedacht, den Veranstalter zu verklagen?

