Archiv für den Monat: Juli 2006

Schlutuper sind auch Menschen

Liebe Lübecker!

Ein wenig mehr Rücksicht, etwas weniger haarsträubende Vorurteile – wie wäre es damit?
Braucht Ihr tatsächlich immer eine Gruppe von Menschen, die Ihr als minderwertig betrachten könnt?
Obwohl sie es natürlich nicht sind!
Nun habt Ihr Euch also vor einiger Zeit die Schlutuper ausgesucht.
Und Ihr zeichnet ein Bild des Schlutupers an und für sich – alles schwarz in grau.
Habt Ihr denn da keine Bedenken?
Wißt Ihr nicht, wohin solche Ausgrenzungen führen können?
Sollen die Schlutuper bald nur noch mit einem Stern an der Oberbekleidung auf die Straße gehen dürfen?
Damen und Herren, Schlutuper sind vollwertige Menschen, und was immer da in der jüngeren Vergangenheit gewesen sein mag, es kann ein solches Verhalten Eurerseits, liebwerte Lübecker, nicht rechtfertigen.
Ich sage und schreibe das in aller Deutlichkeit.
Natürlich ist das ein heißes Eisen, und deshalb tut die Redaktion der Lübecker Nachrichten so, als existiere das Problem nicht.
(Ein Depp, den das wunderte.)
Daher nutze ich dieses Blog als Forum, um Aufklärungsarbeit zu leisten.
Im Dienste des Antirassismus!
Im Dienste des Humanismus!
No Pasaran!
Schlutup muß bleiben!

Belästigung im Supermarkt

Neulich suchte ich schwerbepackt ein innenstädtisches Lebensmittelgeschäft auf. Es ließ sich leider nicht vermeiden, daß schon bei meinem Eintritt in dieses Geschäft die Innentaschen meiner Jacke voll waren – fragt mich nicht, warum.
Natürlich dachte ich:
“Wenn das mal keine dummen Bemerkungen gibt!”
Und natürlich gab es die.
Die Kassiererin sagte in vulgärem Verdächtigungston wörtlich:

“Kann ich mal sehen, was Sie da in der Jacke haben – das beult sich da so aus.”

Also zeigte ich ihr meine prsönlichen Utensilien.
Zum Glück mußte ich nicht ALLES vor der schlangestehenden Kundschaft ausbreiten, denn immerhin sah die Kassiererin recht bald ein, daß sie mich zu Unrecht verdächtigt hatte.
Dennoch, dieses

“Kann ich mal sehen, was Sie da in der Jacke haben – das beult sich da so aus.”

hat mich schon ein wenig geärgert.
Was wäre wohl die Reaktion gewesen, wenn ich erwidert hätte:

“Kann ich mal sehen, was Sie da in der Bluse haben – das beult sich da so aus.”

Snipes Cougars – Langenfeld Longhorns

American Football – ohne Zweifel eine der taktisch interessantesten Sportarten überhaupt.
Schön, daß sie auch in Lübeck Fuß gefaßt hat:
Am 29. Juli um 15.00 Uhr spielen auf dem Buniamshof die Snipes Cougars gegen die Langenfeld Longhorns.
Ob sich hinter dem Namen Longhorns etwas Obszönes verbirgt, kann ich einstweilen nicht sagen.
Ebenfalls nicht ganz einfach ist die Frage, ob es sich beim Buniamshof um ein Stadion handelt.
Sicher, Ränge sind da, aber das Ganze ist doch offen und so winzig, daß man sich fragt, ob das ein würdiger Rahmen für exzellenten Amercan Football in inserer Stadt sein kann.

Groovesnatcher im Movement

Hast Du keinen Dreamcatcher,
hol Dir einen Groovesnatcher.

Nach diesem nicht alten, aber schon bewährten Motto verfährt das Movement, und es fährt bekanntlich nicht schlecht damit:
Am 28. Juli um 22.00 Uhr setzt es Funk&Rock&Groove, bis die Schwarte leckt und der Bart geiert.

Montagsmusikmassage

Am 24. Juli ab 22.00 Uhr im Parkhaus.
Physiotherapie für die Ohren, die sich der von Fachärzten empfohlenen Drum-, Bass- und Groovemittelchen bedient.
An sich nicht weiter erwähnenswert, aber die Alliteration kann sich schon hören lassen.

Montagsmusikmassage

Doch, das hat was.

Knut Kiesewetter im Brügmanngarten

Am 24. Juli um 20.15 Uhr spielt das Knut Kiesewetter-Quintett im Brügmanngarten.
Knut Kiesewetter ist ein alter Fahrensmann des Jazz, und er war auch dem Niederdeutschen immer in besonderer Weise verbunden.
Irgendwann aber sang er zu schlagerhafter Begleitung:

“Ich bin nur ein Stück Holz, das im Wasser treibt.”

Derart Vulgärmetaphorisches möge uns erspart bleiben.
Und die entsprechende Musik auch.
Aber, wie schon angedeutet, ansonsten ist der Mann verläßlich, und man darf durchaus mal vorbeischauen.

Kammerorchester Basel

Das Kammerorchester Basel gastiert am 25. Juli um 20.00 Uhr im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals in der Musik- und Kongreßhalle.
An der Soloklarinette wird Sabine Meyer rumpusten.
Die Leitung hat kein Geringerer als Christopher Hogwood, aber leider auch kein Größerer, sondern eben Hogwood selbst.

Slick Fitty! Slick Fitty! Slick Fitty!

Diese Band muß man sich merken. Daher auch die dreifache Nennung in der Überschrift dieses Artikels.
Am 18.8. um 21.00 Uhr werden sie im riders cafe zu sehen und zu hören sein.
Rock and Roll, der Stile der fünfziger Jahre reflektiert.
Inspiriert, spröde, erstklassig.

V 8 Wankers und Sewer Rats im riders cafe

Ich weiß von keiner Stätte in Lübeck, die ein interessanteres Programm hätte als eben das riders cafe.
Beispiel gefällig?
Am 11. August ab 21.00 Uhr wird man dort die V 8 Wankers und die Sewer Rats bewundern dürfen.
Was die so machen?
Na, Musike!
Geht es auch ein wenig spezifischer?
Aber sicher, aber erst einmal möchte ich die Leser über die Bedeutung der Bandnamen aufklären.
V 8 Wankers: V 8 Onanisten, Masturbisten. Das trifft es in der Sache, nur die Sprachebene ist eine andere, also eher: Wichser.

Sewer Rats: Kanalratten.

Wenn wir nun dies als Hintergurnd haben, können wir uns denken, daß hier kein bunter Strauß von Operettenmelodien zu erwarten ist, sondern beinharter Rock and Roll.
Genauer:
Man ist dem Rockabilly verpflichtet, also dem ersten voll ausgebildeten Stil der Rockmusik.
Dem Stil, der von Buddy Holly, Jerry Lee Lewis, Elvis Presley, Gene Vincent, Eddie Cochran und vielen anderen gepflegt wurde.
Natürlich geht es hier, ein halbes Jahrhudrt später, wesentlich rauher zur Sache.
Und weniger subtil.

riders cafe: Leinweberstraße 4

Prügelei um alte Klobrille

Ein alter Toilettensitz war der Auslöser einer Prügelei in Geschendorf. Die 59-jährige Besitzerin stellte die Klobrille zum Sperrmüll an die Straße. Als ein 42-jähriger Hamburger Interesse an dem hölzernen Gegenstand bekundete und ihn mitnehmen wollte, fragte ihn die ältere Dame ob er eine entsprechende Sammellizenz besäße. Dies verneinend, wollte er die Toilettenbrille, welche die Frau scheinbar doch nicht mehr hergeben wollte, trotzdem mitnehmen, woraufhin es zu einem Wortgefecht mit anschließender Prügelei kam. Bei dem Handgemenge wurden beide beiteiligten leicht verletzt.

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