Lübeck-Blog: Das Weblog von Lübeckern für Lübecker

Themen anzeigen:

Juni 2006
M D M D F S S
« Mai   Jul »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Fr
23
Jun '06

Solidarität mit der Berufsfeuerwehr

Das letzte Mittel, das eine Berufsfeuerwehr einsetzen kann, ist nicht Streik, sondern Klage.
So weit scheint es jetzt zu sein.
Seit langem warten die Jungs und Mädels (es werden doch wohl auch ein paar Personen weiblichen Geschlechts dabei sein) der Lübecker Berufsfeuerwehr auf Entlastung.
13 Mitarbeiter mehr – das würde bedeuten, daß die Feuerwehrleute keine 54-Stunden-Woche mehr hätten, sondern eine 48-Stunden-Woche.
Immer noch eine ganze Menge. Offenbar hält man eine so hohe Zahl für zumutbar, weil für Feuerwehrleute ein Großteil der Arbeitszeit erfahrungsgemäß Wartezeit ist.
Na, jedenfalls ist die Zahl 48 dennoch stattlich.
Und sie ist eben der von der EU festgelegte Grenzwert.
Die Kommune kümmert sich offenbar nicht darum und läßt die Menschen, die unser aller Sicherheit gewährleiten, sechs Stunden extra schuften.
Das ist fahrlässig, denn wenn es gilt, Menschenleben zu retten, dann sind wohl kaum Leute gefragt, die überarbeitet und müde sind.
Insofern erinnert das an die Diskussion um die Schichten der Ärzte in bundesdeutschen Krankenhäusern.

Die Feuerwehrleute unserer Stadt haben jedenfalls recht.
Und sie haben, wenn nicht alles täuscht, das Recht auf ihrer Seite.
Warum also sollte sich die Kommune auf einen Prozeß einlassen?

Mo
19
Jun '06

Fußgänger von LKW überrollt

Ein LKW erfasste eine 72-jährige Fußgängerin und brachte sie zu Fall. Beim einbiegen in eine Strasse hatte er sie einfach übersehen. Dann überollte er ein Bein der 72-jährigen. Der LKW-Fahrer bemerkte den Unfall nicht. Erst durch Zeugen wurde der Fahrer auf den Unfall aufmerksam gemacht. Die Frau kam mit schwersten Verletzungen in die Uniklinik.

Quelle: polizeipresse

Musik für Posaune

Heute um 20 Uhr präsentiert die Musikhochschule Musik für Posaune sowie Werke von Brahms und Telemann – oder Werke von Brahms und Telemann, für Posaune bearbeitet.
Das geht aus der mir vorliegenden Ankündigung nicht genau hervor.
Ungewöhnlich jedenfalls, ein Konzert mit diesem instrumentalen Schwerpunkt.

Es wird da doch nicht etwa gejazzt werden?

Wenn ja, dann aber gewiß nicht auf dem Niveau Ray Andrsons, des zurecht berühmtesten Posaunisten der Gegenwart.
Und eine Musikhochschule wird solche Klasse auch nie hervorbringen, denn die Schüler lernen dort ja nur, immer wieder Bekanntes zu reproduzieren.
Inspiriertheit, sofern vorhanden, wird ihnen ausgetrieben.
Aber man kann ja dennoch mal vorbeischauen.
Die Jungs und Mädels geben sich doch solche Mühe.

Ort: Große Petersgrube 17-29

Fr
9
Jun '06

Ohne Lübecker gegen Costa Rica

Kein einziger Spieler des VfB Lübeck wird am Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006
(Deutschland-Costa Rica)
teilnehmen.
Skandal.
Daher werden die Deutschen nicht gewinnen.
Ergebnis des Spiels: 0:0.
Garantiert!
Weltmeister wird übrigens Argentinien.

Do
8
Jun '06

Diätenreform – muß sein

Lieber Lübecker!

Macht bitte nicht den Fehler, folgende Sätze allen Ernstes zu sprechen:
“Die erhöhen sich ihre Diäten, wie sie wollen, und das müssen wir bezahlen mit unseren Steuergeldern.”

“Die machen ja doch, was sie wollen.”

Und Ähnliches.
Die vom Landtag verabschiedete Diätenreform ist unter dem Strich eine Erhöhung.
Und ist das nun kritikwürdig?
Warum?
Weil in dieser Zeit auch Politiker die allgemeinen Einschnitte zu spüren bekommen sollen?

Na ja, ich halte die Höhe der Diäten für grundsätzlich verfehlt.
Politiker ist ein Beruf. Das gilt auch für Landespolitiker.
Wohin aber streben die begabtesten Leute legitimerweise?
Dahin, wo das meiste Geld ist.
Das heißt: Da man in der freien Wirtschaft ein Vielfaches verdinen kann, bleiben für die Politik nur die Minderbegabten übrig.
Mit einer Einschränkung:
Es gibt tatsächlich auch begabte Menschen in der Politik, und die handeln möglicherweise in der Tat aus Altruismus, etwa aus Sorge um Deutschland.
Seht Ihr, da wird es gefährlich.
Den Menschen in diesem Lande ginge es besser, wenn der Staat kompetent und nüchtern gemanagt würde, statt von Geringbegabten und ewigen Patrioten von Krise zu Krise gesteuert zu werden.
Und wer Kompetenz will, der muß eben mehr ausgeben.
Will sagen, ich würde ein Faß aufmachen, wenn die Diäten mindestens fünfmal so hoch wären.
Für den einzelnen Steuerzahler wären dafür nur sehr geringe Beträge zu entrichten.
Und das aus höheren Diäten mittelfristig resultierende kompetente Management des Unternehmens Staat würde die Investitionen lohnen.
Abere die meisten Bürger haben immer noch das Idealbild des selbstlosen Führers.
Und sie glauben tatsächlich, sie würden von einer Kanzlerin “regiert”.
Das davon angesichts der Machtverhältnisse in unserer Gesellschaft nicht die Rede sein kann, mögen sie sich nicht klar machen, weil sie nun einmal unterwürfige Menschen sind.
Kleiner Denkanstoß:
Immer mal wieder hört oder liest man die Meldung, der jeweilige BDI-, BDA- oder auch DIHK-Präsident habe DER REGIERUNG EIN SCHLECHTES ZEUGNIS AUSGESTELLT.
Das Ausstellen eines Zeugnisses (ob nun metaphorisch oder im eigentlichen Sinne) setzt ein hierarchisches Verhältnis voraus.
Zugunsten des Ausstellenden.
Seht Ihr?

Es wird weniger gebaut

Wie jüngst das Statistikamt Nord feststellte, ist die Zahl der Wohnungen, für die Baugenehmigun gen erteilt wurden, im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 8,7% zurückgegangen.
Das betrifft auch Lübeck. An mangelnder Wohnungsnachfrage kann es doch in unserer attraktiven Stadt nicht liegen.
Woran denn dann?
Na gut, das Wort Nachfrage sollte ich vielleicht durch das Wort Bedürfnis ersetzen.
Viele wünschen sich eben neue Wohnungen, aber das Geld fehlt in manchen Fällen.
Sei´s drum: Zur Verschönerung der Stadt tragen Wohnungsneubauten ja meist ohnehin nicht bei.

Mi
7
Jun '06

“Rettet das Holstentor”?

Jüngst erschien eine goldene Münze mit dem Holstentor als Motiv und dem Slogan “Rettet dasd Holstentor!”
Wie sich denken läßt, ist ein Großteil des Erlöses aus dem Verkauf für die Sanierung des dicken H, wie man das Holstentor in der Lübecker Hiphop-Szene liebevoll nennt, vorgesehen.
Aber, sagt mal, wer will denn sowas kaufen?
Es ist der Spruch
“Rettet das Holstentor!”
dr entschieden abturnt.
Warum?
Na, weil man sich so eine Münze wegen ihres angenommenen Ewigkeitswertes zulegt.
Und davon kann ja hier keine Rede sein.
Denn wenn das Holstentor saniert ist, dann ist das Sprüchlein gegenstandslos, und wenn es in Trümmern liegt, ebenso.
Und eines von beidem muß ja wohl in Bälde der Fall sein, wenn der Aufruf berewchtigt ist.
Hat er die?
Ob das der Fall ist, das lasse ich mal dahingestellt.
Aber das Zitierte ist aus einem weiteren Grunde unpassend:
Aufrufe wie “Rettet …” gehören auf Plakate, die an öffentlichen Orten wirken.
Der Münzsammler aber legt den Slogan-Träger in seinem Album ab, wo die Botschaft niemanden erreicht.
Also, wie man die Münze auch dreht und wendet, die Sache bleibt doch ganz großer Murks.

Skaterin nach Sturz schwer verletzt

Eine 30-jährige Inline-Skaterin hat sich am Montagnachmittag bei einem Sturz in Ratekau lebensgefährlich verletzt. Die Frau war ohne Helm unterwegs und schlug beim Sturz mit ihrem Kopf auf ein hölzernes Brückengeländer. Sie wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Lübecker Krankenhaus gebracht.

Gelesen auf news.yahoo.com

Di
6
Jun '06

Die sportliche Seite Thomas Manns

“Von den Betrübungen eines Turnlehreres. Die sportliche Seite von Thomas Mann.”
So betitelt ist der Vortrag, den Maren Ermisch und Jan Bovensiepen am 6. Juni im Buddenbrookhaus halten, und zwar ab 20 Uhr.
Wer hätte das gedacht! Der alte Mann und der Sport!
Dabei sagt man doch von Mannesmännern (vulgo Schwulen), daß sie nichts für Sport übrig hätten.
Andererseits: Auch Max Goldt, im übrigen am Ende vielleicht ein doch etwas begnateterer Dichter als Thomas Mann, schwört Stein und Bein, daß die Fußballfreunde unter den Homosexuellen durchaus keine winzige Minderheit bilden.

Gesangsabend der Musikhochschule

Ein solcher findet am 6. Juni um 20 Uhr bei der Adventistengemeinde, Kronsforder Allee 127 k, statt.
Gegeben werden Kompositionen von Händel, Cimarosa und Wolf.
Bemerkenswert daran ist, daß der Abend für die Singenden Bestandteil ihrer Diplomprüfung ist.
Sie sollen offenbar unter Auftritts-Normalbedingungen geprüft werden.
Es mag tatsächlich Sänger geben, die hochbegabt sind, aber vor Publikum versagen.
Daher ist diese Praxis sinnvoll, wenn auch hart.
Vielleicht fördert ja gerade dieser Abend einen wunderbaren Sänger zutage.

“Und wenn er Glück hat, wird er ausgestopft
und kommt an die Oper.”

Sagt Georg Danzer.
Der Mann hat recht.