Das letzte Mittel, das eine Berufsfeuerwehr einsetzen kann, ist nicht Streik, sondern Klage.
So weit scheint es jetzt zu sein.
Seit langem warten die Jungs und Mädels (es werden doch wohl auch ein paar Personen weiblichen Geschlechts dabei sein) der Lübecker Berufsfeuerwehr auf Entlastung.
13 Mitarbeiter mehr – das würde bedeuten, daß die Feuerwehrleute keine 54-Stunden-Woche mehr hätten, sondern eine 48-Stunden-Woche.
Immer noch eine ganze Menge. Offenbar hält man eine so hohe Zahl für zumutbar, weil für Feuerwehrleute ein Großteil der Arbeitszeit erfahrungsgemäß Wartezeit ist.
Na, jedenfalls ist die Zahl 48 dennoch stattlich.
Und sie ist eben der von der EU festgelegte Grenzwert.
Die Kommune kümmert sich offenbar nicht darum und läßt die Menschen, die unser aller Sicherheit gewährleiten, sechs Stunden extra schuften.
Das ist fahrlässig, denn wenn es gilt, Menschenleben zu retten, dann sind wohl kaum Leute gefragt, die überarbeitet und müde sind.
Insofern erinnert das an die Diskussion um die Schichten der Ärzte in bundesdeutschen Krankenhäusern.
Die Feuerwehrleute unserer Stadt haben jedenfalls recht.
Und sie haben, wenn nicht alles täuscht, das Recht auf ihrer Seite.
Warum also sollte sich die Kommune auf einen Prozeß einlassen?



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